EKD-Newsletter Nr. 13, August 1997

1. Braunschweig seit 19. Juli im Internet

2. Im Rueckblick: European Christian Internet Conference II

3. Der GEP HTML-Workshop

4. Gott behuete, Mensch bewahre: "Brot fuer die Welt" im Internet

5. Schon gesehen: Suchfunktion beim dem EKD-Server?



1. Braunschweig seit 19. Juli im Internet

Seit Mitte Juli praesentiert sich auch die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig mit einem umfassenden Angebot im Internet. Die hellgruene Farbgebung laesst hoffen, dass bald auch die noch im Aufbau befindlichen Seiten den Inhalt bieten, den sie versprechen. Von Corporate Indentity wird nicht nur gesprochen, sondern sie wird konsequent in der Landeskirche umgesetzt: das neue Internet-Angebot wird ebenso unter dem Begriff "offene Kirche" gefuehrt, wie auch das neue Imagefaltblatt. Zur Zeit lohnen besonders die ausfuehrlichen Statistik- und Finanzuebersichten, doch auch das Kalendarium mit "Musik in Kirchen der Propsteien" gibt einen guten Ueberblick. Etwas ueberraschend das Ergebnis beim Klick zum Angebot "Braunschweiger Dom". Dort findet man nicht das Bauwerk, aber ein erbauliches "Wort zum Alltag". Schade nur, dass sich hinter den auf der Homepage gross angekuendigten Themen "Neuer Kirchencampus" und "Landesbischof Krause neuer LWB-Praesident" keine Links und somit auch keine Berichte verbergen. Themen, die nicht von der Homepage direkt erreicht werden koennen, sollten dort vielleicht nicht so anreizend praesentiert werden, damit den Usern Enttaeuschungen erspart bleiben. Gut gemeint, doch etwas verwirrend die vielen Detailbereiche auf der Homepage. Dennoch wird schon jetzt gezeigt, welchen Weg Braunschweig im Internet gehen will - und der ist vielversprechend.

http://www.luth-braunschweig.de/


2. Im Rueckblick: European Christian Internet Conference II

Eine Gruppe von ca. 40 Teilnehmern aus Finnland, Grossbritannien, Daenemark, Ungarn, Schweiz, Deutschland, den Niederlanden und Russland traf Mitte Juli in Lancaster zusammen, um sich in Vortraegen und Workshops ueber Ziele, Inhalte und die Zukunft der christlichen Internetangebote Gedanken zu machen. Der gegenseitige Austausch der Erfahrungen - nicht zuletzt an den Computern im Internet-Cafe - war ausgesprochen hilfreich, weil die Teilnehmer sehr viel von den Entwicklungen in anderen Laendern profitieren konnten.

Darum wurde beschlossen, im naechsten Jahr ECIC III in den Niederlanden zu veranstalten. Ein neues, fuenfkoepfiges Gremium ("steering committee") soll diese Konferenz inhaltlich und organisatorisch vorbereiten. Weiter sollen zwei thematische Workshops in Europa abgehalten werden: Einer in der Schweiz ueber das Thema "Internet-Seelsorge" und einer zur generellen Internet-Fortbildung fuer Teilnehmer aus osteuropaeischen Staaten. Vom Steering Committee wurde beschlossen, einen Webserver mit der Adresse http://www.ecic.org/ einzurichten ("European Christian Internet Conference Network"), auf dem dann auch eine staendig aktualisierte Liste aller europaeischen Kirchen vorgehalten werden soll.

Das Steering Committee soll sich weiterhin um den Kontakt den internationalen kirchlichen Organisationen bemuehen, damit ECIC einen weiteren Bekanntheitsgrad erhaelt und Interessierte, die auf diesem Gebiet arbeiten, eine der naechsten Konferenzen besuchen koennen. Die guten Beziehungen unter den Teilnehmern und die harmonische Atmosphaere werden die Zusammenarbeit christlicher Internet-Experten und Expertinnen auf europaeischer Ebene weiter vorantreiben.

http://www.ecic.org/


3. Der GEP HTML-Workshop

Eigentlich ist HyperText Markup Language (HTML) kein Fremdwort mehr - schliesslich hat es heute jeder, der einen Internetzugang besitzt, mit HTML-Seiten im World Wide Web zu tun. Die Zahl der privaten Homepages steigt kontinuierlich an. Wie aber erlernt man HTML eigentlich? Inzwischen sind verschiedene HTML-Kompendien erhaeltlich, die allerdings oftmals den Nachteil haben, dass sie sich an Fortgeschrittene oder gar Profis richten. Die "Arbeitsstelle Internet" im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) moechte diese Luecke schliessen und stellt einen HTML-Workshop vor. Dieser Workshop zielt auf Einsteiger und fuehrt in mehreren Kapiteln leicht verstaendlich in HTML ein. Er vermittelt anhand von Beispielen die benoetigten Grundlagen fuer die Erstellung eigener Seiten und behandelt neben ansprechendem Web-Design auch die weiterfuehrenden Moeglichkeiten und Grenzen von HTML. Den Workshops gibt es in einer Online-Ausgabe zum stoebern, als gepacktes HTML-Archiv zum bequemen offline-Arbeiten und als Winword-Dokument zum Ausdrucken.

http://www.gep.de/workshop/


4. Gott behuete, Mensch bewahre: "Brot fuer die Welt" im Internet

Unter dem Motto "Gott behuete, Mensch bewahre" ist seit Juli die Hilfsorganisation "Brot fuer die Welt" mit einem eigenen Angebot im WWW vertreten. Neben den obligatorischen Informationen ueber die Organisation von "Brot fuer die Welt" bilden die Projektberichte einen Schwerpunkt, um die Oeffentlichkeit ueber die laufenden Projekte in Asien, Lateinamerika, Afrika und Osteuropa zu informieren. Das Online-Spiel, die "Eine-Welt-Reise" im "Brot fuer die Welt-Bus" fuehrt ueber verschiedene "Haltestellen" zum Ziel, an dem natuerlich auch ein kleiner Preis denjenigen winkt, die alle Fragen richtig beantwortet haben.

Da "Brot fuer die Welt" zur Durchfuehrung der Projekte in aller Welt auf Spenden angewiesen ist, darf ein Online-Spendenformular natuerlich nicht fehlen. Per Kreditkarte oder Einzugsermaechtigung kann jeder einen Beitrag zur Finanzierung der Hilfprojekte leisten. Allerdings fehlt zur Zeit noch ein sicheres Uebertragungsprotokoll, das aber bald eingerichtet werden soll. Nach Auskunft von Klaus Rieth, dem Leiter der Abteilung Presse und Information bei "Brot fuer die Welt", wird das Spenden auch per E-Cash moeglich sein, sobald sich eines der elektronischen Zahlungssysteme im Internet etabliert hat. Weitere Infos unter:

http://www.brot-fuer-die-welt.de/


5. Schon gesehen: Suchfunktion beim EKD-Server?

Der EKD-Server hat ein neues Feature bekommen: eine Suchfunktion, die eine Volltextrecherche in den ueber 1000 WWW-Seiten erlaubt. Damit wird es nun noch einfacher, zu den gesuchten Informationen zu gelangen. Um den Datenbestand moeglichst aktuell zu halten, wird jede Nacht ein neuer Index aller Informationen angelegt. Zahlreiche Optionen erlauben eine differenzierte Suche: die Anzahl der Treffer, die Anzahl der ausgegeben Zeilen und die Zeilennummern lassen sich ebenso gezielt bestimmen wie die Suche nach Teilworten und die Fehlertoleranz bei Woertern mit unterschiedlicher Schreibweise. Die Software "Glimpse" ist auch dann noch sehr genau und sehr zuverlaessig, wenn grosse Datenmengen angezeigt werden muessen. Allerdings dauert es ein wenig, bis alle Treffer auf der Ausgabeseite erscheinen. Je spezifischer folglich eine Suchanfrage eingegeben wird, desto kuerzer auch die Ausgabezeit aus der Datenbank.

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