Diakonische Werke in Niedersachsen gründen Dachverband

epd-Logo Hannover (epd). Die Diakonischen Werke der fünf evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen haben sich zu einem Dachverband zusammengeschlossen. Durch diesen Schritt entstehe einer der größten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland, sagte Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) bei der Gründungsfeier am Dienstag in Hannover. Die Diakonie sei dem Land gegenüber ein kritischer, aber stets fairer Gesprächspartner, betonte sie.

Der neue Verein "Diakonie in Niedersachsen" vertritt künftig die sozialpolitischen Interessen der fünf Werke, in denen rund 50.000 Mitarbeiter tätig sind. Er verhandelt in eigener Vollmacht mit der Landesregierung und mit den Kostenträgern der sozialen Arbeit. Vorstandssprecher ist Thomas Feld von der Oldenburger Diakonie. Bisher mussten die Diakonischen Werke von Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Schaumburg-Lippe sowie die reformierte Diakonie mit Sitz in Leer ihre Interessen aufwendig untereinander abstimmen.

Der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber begrüßte den Zusammenschluss: "Wir sind als verfasste Kirche ebenso wie die Diakonie gut beraten, nicht weniger, sondern mehr Gemeinsamkeit unter unseren Kirchen herbeizuführen." Der neue Verein bündele Kräfte und lasse in Gesellschaft und Politik eine einheitliche diakonische Stimme hörbar werden. Angesichts der Zersplitterung in der Diakonie sei dies "bitter nötig", sagte Weber.

Die einzelnen Diakonischen Werke der Landeskirchen bleiben weiterhin rechtlich selbstständig. Sie repräsentieren insgesamt rund 700 soziale Einrichtungen und 800 Kindergärten in Niedersachsen.

31. August 2010

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