Curtius-Preis für evangelischen Theologen Richard Schröder

epd-Logo Bonn (epd). Der evangelische Theologe Richard Schröder erhält für sein Lebenswerk den 22. Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik. Die Auszeichnung ist mit 8.000 Euro dotiert und wird am 10. Dezember im Bonner Universitätsclub verliehen, wie die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn am Donnerstag mitteilte. Die Laudatio werde Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) halten. Mit dem mit 4.000 Euro dotierten Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik werde Raoul Löbbert, Kulturredakteur der Wochenzeitung "Rheinischer Merkur", ausgezeichnet.

Der 1943 im sächsischen Frohburg geborene Schröder habe schon zu Zeiten der DDR für humanistische Vernunft gesprochen und geschrieben, begründete die achtköpfige Jury ihre Entscheidung. Nach der Wende habe er sich immer wieder als Gelehrter und Politiker mit Büchern und Reden um das Gelingen der Einheit bemüht. "Schröder wirbt leidenschaftlich für die Verträglichkeit zwischen Naturwissenschaft und Religion", heißt es.

Schröder war Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender der SPD in der Volkskammer der DDR sowie Abgeordneter im Deutschen Bundestag zur Zeit der Wiedervereinigung. Der 1984 ins Leben gerufene Curtius-Preis ist nach dem deutschen Romanisten Ernst-Robert Curtius benannt und ehrt ein Lebenswerk oder bedeutendes Einzelwerk, das der literarischen Form des Essays folgt.

12. November 2009

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