Huber: Kirche ist Gegengewicht zu Ökonomisierung

Mainz (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, hat die Kirche als Gegengewicht zur "Ökonomisierung des Denkens und Lebens" bezeichnet. Der Kirchentag in Hannover offenbare einen großen Wissensdurst über die Standpunkte der Kirche, weil sie eine Freiheit gegenüber den Ansprüchen der Ökonomie vertrete, sagte Huber der in Mainz erscheinenden "Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe).

Gewinnsteigerungen sind laut Huber kein Wert an sich. Zu häufig seien sie mit einem Abbau von Arbeitsplätzen verbunden. Jeder Mensch müsse eine faire Chance erhalten, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Die Kirche bekenne eine Freiheit, die Grenzen für wirtschaftliche Macht setze. Junge Menschen stünden unter zu großem Druck, zunächst beruflich vorankommen zu müssen. Dagegen werbe die Kirche für eine Gesellschaft, in der Kinder willkommener seien.

27. Mai 2005



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