"FC Religionen" begleitet Fußball-Europameisterschaft 2008

Auftakt mit ökumenischem Gottesdienst im Zürcher Großmünster

21. Mai 2008

Werbebild für die Aktion Kirche 08

Mit einem nationalen ökumenischen Gottesdienst startet am 25. Mai die Präsenz der Schweizer Kirchen an der Euro 2008. Zwei Tage später spielt der „FC Religionen“ aus Rabbinern, Pfarrern und Imamen für ein Fußballspiel gegen den „FC Nationalrat“, ein Team aus National- und Ständeräten.

Unter dem Motto „Kirche 08 – am Ball seit 2008 Jahren“ begleiten die Kirchen die anstehende Fußball-Europameisterschaft. Mit ihrer Präsenz möchten sie zu einem friedlichen Fußballfest beitragen und dabei Fans wie Helfende begleiten und unterstützen.

Den Beginn markiert ein nationaler ökumenischer Gottesdienst am Sonntag, 25. Mai, im Zürcher Großmünster. Der Gottesdienst führt Menschen verschiedenster Herkunft zusammen, um für eine gelingende Fußball-Europameisterschaft zu beten. Im Mittelpunkt stehen Hunderte von Freiwilligen, die rund um die Fußballspiele im Einsatz sind und alles daran setzen, dass ein freundschaftliches Klima herrscht und Konflikte nicht gewalttätig ausgetragen werden.

Die Euro 2008-Beauftragten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) sowie der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), Pfarrer Christoph Sigrist und Pfarrer Stefan Roth, halten den Gottesdienst. Als Gast spricht Sportminister Bundesrat Samuel Schmid. Der Gottesdienst wird am 25. Mai ab 10 Uhr live im Schweizer Fernsehen übertragen.

Mit einem Fußballspiel bringen die Kirchen dann den Ball ins Rollen. Am Dienstag, 27. Mai, spielt ab 19.30 Uhr der „FC Religionen“ unter Fußballtrainer Andy Egli gegen den „FC Nationalrat“ auf dem Fußballplatz Hessgut / Liebefeld in Köniz bei Bern. Erstmals in der Geschichte des Fußballs stehen sich Pfarrer, Rabbiner und Imame auf der einen und National- sowie Ständeräte auf der anderen Seite gegenüber. Alt-Bundesrat Adolf Ogi spricht zum Thema „Fußball als Friedensstifter“. Eröffnet wird der Abend von Pfarrer Thomas Wipf, Vorsitzender des Schweizerischen Rates der Religionen und Präsident des Rates SEK.

Des weiteren planen die evangelischen und katholischen Kirchen an den vier Spielorten Zürich, Basel, Bern und Genf weitere Angebote für Besucher. Die Schweiz und Österreich tragen gemeinsam die Fußball-Europameisterschaft 2008 aus. Das Eröffnungsspiel findet am 7. Juni in Basel statt. Im Finale in Wien wird am 29. Juni der neue Fußball-Europameister ermittelt.

Nur wenige Tage später ist in Berlin ein ähnlicher Auftakt zu sehen: Eine Woche vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft spielen am 31. Mai in einem Fußballmatch Berliner Pfarrer gegen Imame. Es ist die dritte Begegnung der beiden Teams seit 2006. Eingeladen zu dem Derby haben unter anderem der Ökumenische Rat der Kirchen Berlin-Brandenburg und die Initiative Berliner Muslime. Neben acht Pfarrern aus verschiedenen Konfessionen und acht Imamen werden auch zwei jüdische Linienrichter auf dem Spielfeld stehen.

Und viele evangelische Kirchengemeinden werden bei der Europameisterschaft mitfeiern und allen Interessierten wieder ein „Public Viewing“ anbieten, für dessen Realisierung die EKD sorgen konnte.

Aktion „Kirche 08. Am Ball – seit 2008 Jahren“

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund (SEK)

Informationen zum Thema Sport im EKD-Internetangebot

Über das Spiel berichtete das Schweizer Fernsehen am 28. Mai 2008:

«FC Religionen» schlägt «FC Nationalrat»

Imame, Rabbiner und Pfarrer mit Kantersieg

Christen, Juden und Muslime gegen National- und Ständeräte: Wohl zum ersten Mal in der Fussballgeschichte sind der «FC Religionen» und der «FC Nationalrat» gegeneinander angetreten. Als klarer Sieger ging der «FC Religionen» vom Platz.

Die Pfarrer, Imame und Rabbiner schlugen den «FC Nationalrat» mit 6:1, wie Simon Weber, Sprecher des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), nach dem Spiel sagte.

Alle Spieler des «FC Religionen» waren mit der symbolischen Zahl 7 und religiösen Symbolen auf dem Trikot angetreten. Trainer des «FC Religionen» ist der ehemalige Nationalspieler und Fussballtrainer Andy Egli.

Auch eine Nationalrätin kickte mit

Die einzige Frau im Spiel war im Übrigen die Grüne Nationalrätin Maya Graf (BL). Obendrein verstärkten Mitarbeitende der Parlamentsdienste die politische Elf. Ort des Geschehens war ein Fussballfeld im Berner Vorort Köniz.

Eröffnet wurde der sportliche Abend von Thomas Wipf, dem Vorsitzenden des Schweizerischen Rates der Religionen. Dieser hatte das Patronat für die Veranstaltung übernommen.

Viel Publikum angelockt

Das Fussballspiel wurde im Rahmen des ökumenischen Projektes Kirche 08 von den Landeskirchen organisiert. Und es vermochte Publikum anzulocken: Wie Simon Weber unter Berufung auf den Platzwart sagte, standen schon lange nicht mehr so viele Zuschauer an den Rand des Fussballfeldes wie am Dienstagabend.



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